Nachhaltigkeit im Kleiderschrank
Nachhaltigkeit

Fast Fashion war gestern – Hallo Nachhaltigkeit!

Ein neues Teil im Kleiderschrank gibt uns allen ein gutes Gefühl. Lange Zeit habe ich mich regelmäßig bei den bekannten Fast Fashion Marken mit den neuesten Trends eingedeckt. Dabei war mir egal, ob ich bereits drei T-Shirts habe, die genau gleich aussehen. Dass meine impulsiven Käufe einen bitteren Beigeschmack haben, war mir damals noch nicht bewusst. Mittlerweile weiß ich: Die Produktionsbedingungen für Näherinnen in Entwicklungsländern sind schlecht, und diese können von ihrem Lohn kaum leben. Hinzu kommt, dass die Herstellung jedes Kleidungsstücks die Umwelt massiv belastet.

Schnelle Mode: Kurzer Glücksrausch mit Folgen

Keine Frage – Fast Fashion sorgt für Glücksgefühle, denn wir müssen bei dem Preis nicht lange zögern. Gnadenlos überfüllte Kleiderschränke sind das Resultat. Aber mal Hand aufs Herz: Wie viel davon trägst du wirklich? Ich habe letztes Jahr beim Ausmisten jedenfalls festgestellt, dass ich vieles in meinem Schrank überhaupt nicht trage. Umso erschreckender finde ich, dass sich die weltweite Produktion neuer Kleidungsstücke zwischen 2000 und 2014 sogar verdoppelt hat 1. Dabei vergessen wir oft, dass die Modeindustrie massive Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Chemikalien verschmutzen die Herkunftsländer wie beispielsweise Bangladesch, die Produktion einer einzigen Jeans verbraucht Unmengen an Wasser, und der Transport rund um die Welt sorgt für hohe CO2-Emissionen. Damit unser Shirt so wenig kostet, wird auch an den Produktionsbedingungen gespart, die häufig für die Arbeiter gesundheitsgefährdend sind.

Nachhaltigkeit im Kleiderschrank – Meine Tipps

Mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Minimalismus für Anfänger. Das sind meine liebsten Second Hand Picks: Jeans: Armed Angels – Mantel : Atmosphere – Pullover: & Other Stories – Stiefel: Dr.Martens (alles ubup.com)

Die gute Nachricht: Wir alle können unseren Modekonsum nachhaltiger gestalten und aktiv etwas für die Umwelt tun. Meine Tipps möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Mein Kleiderschrank besteht heute vor allem aus ein paar Jeans von fairen Marken wie Armed Angels und gebrauchter Kleidung, die ich auf Flohmärkten oder in Second Hand Shops finde. Viele Klamotten, die dort landen, wurden nicht einmal getragen und befinden sich in einem Top-Zustand. Mit jedem Teil, das du vor der Tonne bewahrst, verlängerst du den Lebenszyklus des Kleidungsstückes. Außerdem verringerst du deinen CO2-Fußabdruck.

Übrigens: Längst nicht nur bei mir findet aktuell ein Umdenken statt. Wusstest du, dass 56% der Deutschen schon mal Second Hand Kleidung gekauft haben? Auch das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum steigt in unserer Gesellschaft. Im ubup Second Hand Fashion Report geben sogar 86% der Befragten Nachhaltigkeit als Grund für den Kauf von gebrauchter Kleidung an.

Zu gut für die Tonne: So hältst du deine Kleidung länger am Leben

So hältst du deine Kleidung länger am Leben.Viele Kleidungsstücke, die wir voreilig entsorgen sind noch tragbar– eine offene Naht kannst du zum Beispiel ganz leicht wieder zunähen. Upcycling ist inzwischen ein richtiges Hobby für mich geworden. Verschönere deinen alten Pullover mit kleinen Details wie einem Aufnäher oder Rüschen. Ein Loch in der Jeans kannst du mit einem coolen Bügelbild verdecken. Du möchtest ein Kleidungsstück wirklich nicht mehr tragen? Veranstalte doch eine kleine Tauschparty! Ich tausche super gerne Kleidung mit meinen Freundinnen. Was überhaupt nicht mehr tragbar ist, taugt noch als Arbeitskleidung für DIY-Projekte oder als Putzlappen.

Na, bist du auf den Geschmack gekommen selbst aktiv zu werden? Wie wichtig ist dir Nachhaltigkeit beim Shoppen?

1.Quelle: Greenpeace

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