Vintagemode
Lexikon Nachhaltigkeit Second Hand

Second Hand & Vintage. Wo ist der Unterschied?

Ich bin eine Anhängerin von Second Hand-Mode, weil ich finde, dass es nicht immer der neuste Schrei sein muss, dem man folgt. Mode ist ja keine Naturgewalt, der man unterworfen wird. Sie entsteht in den Köpfen von kreativen Menschen. Daher gehe ich nicht mit jedem Trend, sondern suche vor allem das, was mir gefällt.

Kleidung mit Vorgeschichte hat dabei für mich einen besonderen Charme: Natürlich ist sie vor allem umwelt- und Geldbeutel schonend, aber manchmal gewährt sie eben auch einen Blick in die Vergangenheit.

Vintage vs. Second Hand

„Vintage“ (übersetzt „alt“, „erlesen“ oder „Jahrgang“) wird die Designrichtung genannt, bei der Mode einer älteren Kollektion entstammt. Es gibt verschiedene Definitionen und Ansichten darüber, was Vintage nun eigentlich ist und was nicht: Manche behaupten, Vintage seien nur echte Designer-Kreationen älterer Semester und beziehen sich damit offenbar auf die Übersetzung von „Vintage“ in „erlesen“. Andere sehen selbst Mode, die nur auf gebraucht (usedlook) gestylt und eigentlich neu ist, als Vintage an. Einige bezeichnen wiederum Second Hand als Vintage.

Aber, was stimmt denn nun?

Der Begriff „Second Hand“ stammt aus dem Englischen und entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts als Umschreibung dafür, dass etwas von einer in die andere Hand gelangt.

Heißt demnach: Second Hand kann Vintage sein, aber Vintage ist nicht immer auch Second Hand. Mode vergangener Saisons hat ja nicht immer zwingend einen Vorbesitzer.

Der erste Second Hand Verkauf

Übrigens: Frankreich und Belgien sind wohl als die Ursprungsländer für den An- und Verkauf von Second Hand-Artikeln anzusehen: Dort sollen ab circa 1880 Flohmärkte veranstaltet worden sein, bei denen gebrauchte Kleidung und Gegenstände von der ersten in die zweite Hand wechselten.

Der erste Flohmarkt in Deutschland fand dagegen vergleichsweise spät statt: 1967 veranstaltete der Aktionskünstler Reinhard Schamuhn in der Altstadt Hannovers einen Flohmarkt. Bis heute ist dies eine beliebte Plattform für einen Besitzerwechsel verschiedenster Dinge, obwohl es mittlerweile selbstverständlich auch Second Hand-Läden oder Second Hand-Onlineshops gibt.

 

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6 Kommentare

  • Reply
    Justyna Rasch
    22. August 2016 at 15:40

    Toller Artikel! Informativ und interessant! Danke dafür!

    • Reply
      Helena
      22. August 2016 at 15:49

      Gern geschehen! Vielen Dank für dein Lob.
      Ich wünsche dir noch einen sonnigen Tag!

  • Reply
    Nicole
    24. Februar 2017 at 20:41

    Ich bin ein großer Fan geworden von Ubup.com, weil ich wirklich schöne Second-Hand-Kleidung bekomme. Immer sind alle frisch und sauber, aufgehübscht, fein gebügelt und perfekt verpackt. Ich bin restlos begeistert und unterstütze Second-Hand auf diesem Wege sehr gerne weiter.

    • Reply
      Helena
      27. Februar 2017 at 8:26

      Dankeschön! Das freut uns sehr.

  • Reply
    Jenny Eckhardt
    2. Juni 2017 at 11:10

    Vielen Dank für den Blog. Jahrelang habe ich großen Wert auf Kleidung gelegt, doch im Endeffekt habe ich Sachen gekauft, die ich nicht benötigte. Am Ende hat mir das Geld gefehlt. Daher habe ich angefahren zu sparen und kaufe nur noch Second Hand Kleidung. Eine Freundin von mir hat mich dazu motiviert.

    • Reply
      Helena
      6. Juni 2017 at 11:20

      Schön, das freut uns. Ich persönlich trage auch gern Second Hand, weil es günstiger ist und man manchmal wirklich Schätze findet, die es anderswo nicht mehr gibt.

      Ich wünsche dir viel Freude beim Stöbern!

      Helena von ubup

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