Synthetik

S wie Synthetik

Synthetik. Hat irgendwie jeder schon mal gehört. Oder?

Wer sich jetzt ratlos am Kopf kratzt und fragt, ob Synthetik eine neue Musikrichtung ist – dem sei geholfen. Als Vollzeit-Anhänger der Modereligion sind wir natürlich immer daran interessiert, unser umfassendes Wissen an interessierte Artgenossen weiterzugeben. Wir erklären es auch ganz einfach. Versprochen.

Hier geht es zum Stoff

Paul-August Koch (1905 – 1998, deutscher Textiltechniker & Hochschullehrer) unterteilte Stofffasern einst in Naturstoffe und Chemiefasern. Zu Naturfasern zählen pflanzliche Fasern wie Baumwolle, Flachs, Jute, Sisal, mineralische oder tierische wie Seide, Schafwolle, Angora, Kaschmir und Co.

„Chemiefaser“ (oder auch „Kunstfaser“) klingt selbstverständlich weniger charmant als die natürliche Stoffgrundlage. Aber trotzdem bilden sie einen Großteil unserer heutigen Mode. Und auch bei ihnen wird eine Unterscheidung vorgenommen nach natürlichen Polymeren („polymer“ bedeutet „aus vielen gleichen Teilen aufgebaut“), anorganischen Stoffen (Glasfaser z.B.) und synthetisch hergestellten Stoffen.

Kunstfasern aus natürlichen Polymeren bestehen u.a. aus Zellulose (Viskose) oder Algen, die weiter verarbeitet werden. Synthetisch hergestellte Stofffasern sind dagegen tatsächlich vollkommen künstlich erzeugt. Diese Synthetik-Stoffe kennt man u.a. unter dem Namen Polyester, Elastan oder Polyacryl.

Unterteilung der Stofffasern
Für alle, die eher optisch veranlagt sind, hier eine handgemachte Übersicht zur Einteilung. Mit ein paar Beispielen (ganz unten), die eigentlich jeder schon mal gehört hat. Vielleicht.

 

Darf es noch ein bisschen Synthetik sein?

Ja, die Namen der Chemiefasern sind wenig charmant und laden nicht gerade zum Träumen ein. Aber, sie sind wirklich besser als ihr Ruf, pardon, Name. Polyester zum Beispiel wird gern in der Modebranche eingesetzt, weil es sehr reiß- und scheuerfest ist und kaum Feuchtigkeit aufnimmt. Und Elastan kommt da zum Einsatz, wo Mode dehnbar sein muss – für Badeanzüge beispielsweise.

Synthetik Strumpfhose

Der Siegeszug der synthetischen Stoffe begann übrigens bereits vor dem 2. Weltkrieg, als die ersten Vollchemiefasern („Synthetics“) erfunden wurden. Darunter z.B. Nylon (1935), welches nach dem Krieg in Form von Strümpfen aus den USA nach Europa kam. Der synthetische Stoff Nylon wird vor allem für seine Biegsamkeit, Widerstandsfähigkeit und seinen Feuchtigkeitsschutz geschätzt: So findet er im Kleiderschrank nahezu jeder Frau als Feinstrumpfhose Platz.

Seit den 1950ern sind Kunstfasern aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Sie werden als Stretchstoff in Sportbekleidung, als wasserabweisende Basis von Outdoorjacken u.v.m. genutzt oder mit Naturfasern kombiniert, um Vorteile beider Fasern zu vereinen.

Wer die Vorteile von Synthetik jetzt doch mal am eigenen Leib spüren möchte, findet in unserem großen Sortiment sicher ein schönes Testexemplar mit Wohlfühlgarantie. Alle anderen können sich dagegen wissend und zufrieden zurücklehnen und das neu Gelernte für den nächsten Smalltalk aufbereiten.

Viel Spaß.

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10 Gedanken zu „S wie Synthetik

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